Religion

Pfingstbewegungen und kulturelle Transformation

In Afrika bilden die sich ausbreitenden Pfingstreligionen Alternativen zu westlichem Liberalismus und animistischer Tradition – sind aber nicht frei vom beidem. Die Entwicklung in der rasant wachsenden Bevölkerung des Kontinents relativiert die europäische Vorstellung einer universellen Säkularisierung.

NZZ | 20. Dezember 2013

Pentecostalism as Small Life Worlds – an Intercultural Ethnographic Study

In the study "Pentecostal as Small Life Worlds – an Intercultural Ethnographic Study" two different Pentecostal groups in Switzerland are explored with the ethnosemantic approach of James Spradley. These two groups – the Ghanian "Charismatic Evangelistic Ministry" and the Swiss "International Christian Fellowship" are considered as Small Life Worlds, that produces with language and symbols an own reality.

Universidad Autonoma Metropolitana Iztapalapa, Mexico D. F. | Conferenca Magistral | September 4th 2013

Pentecostal Tsunami in Subsahara-Gesellschaften

Die Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara wird gemäss UN-Prognosen im laufenden Jahrhundert enorm wachsen. Dies wird wegen der sehr hohen Präsenz von charismatischen Pfingstgemeinden zu einer Erstarkung der Religion führen. Die europäische Vorstellung einer universellen Säkularisierung wird im Zuge dieser Entwicklung relativiert. Es werden sich neue Varianten von religiös geprägten Modernen herausbilden.

swissfuture | 03/13

Moral ohne Gott III

Mittels Biopolitik wird Dekulturation erstrebt: Durch Askese sollen wir am Ende leer vor dem Nichts stehen. Abgesehen davon, dass die Idee einer Dekulturation selbst Kultur ist – eine sehr protestantische übrigens –, wird so eine enge Norm konstituiert, die Individualität und kulturelle Pluralität abwertet.

NZZ | 28. Mai 2013

Moral ohne Gott II

Mittels Biopolitik wird Dekulturation erstrebt: Durch Askese sollen wir am Ende leer vor dem Nichts stehen. Abgesehen davon, dass die Idee einer Dekulturation selbst Kultur ist – eine sehr protestantische übrigens –, wird so eine enge Norm konstituiert, die Individualität und kulturelle Pluralität abwertet.

SWISSFUTURE | 01/2013

Medien und Religion nach 09/11

Seit 09/11 ist von einer "Rückkehr der Religion" die Rede, was auf der eurozentrischen Annahme aufbaut, dass diese erst einmal verschwunden ist (was global nicht zutrifft). Die Religion kommt in Europa primär in die Massenmedien (und in politische Diskurse) "zurück", was diese kleine, exemplarische quantitative Medienuntersuchung nachweist.

PRÄSENTATION IM SALON ULRIKE UND ANDREAS WALKER IN BASEL | 26. JUNI 2009

Protestantischer Fundamentalismus in den USA

Seit dem frühen 20. Jahrhundert sind religiös-fundamentalistische Denkströmungen in den USA präsent. Schon ihr Ursprung in den urbanen Zentren weist auf die Tatsache hin, dass sie sich nicht einfach gegen die Moderne, sondern eher auf einer Art parallelem Sonderweg entwickelten.

NZZ | 29. September 2011

"Wer hat heute nicht gesündigt?"

Während die Landeskirchen immer mehr Austritte verzeichnen, ist bei afrikanischen Kirchen oftmals ein enthusiastisches Christentum anzutreffen. Erweckung, Zungenreden, Gospel, Tanz und Dämonenvertreibung gehören zu den Praktiken.

NZZ | 18. Oktober 2010

Jenseits von Preisen

Im Übergang zur Moderne kommt es zur Ausdifferenzierung von Funktionssystemen, die sich als Umwelten gegenüber stehen und die folglich zunehmender Fremdbeschreibung ausgesetzt sind. Die Religion, die im Zuge dieser Entwicklung ihr Welterklärungsmonopol an andere Systeme abdelegieren muss, verlagert sich ins Irrationale. Indem das ökonomische Paradigma universalisiert wird, entsteht Bedarf für Unbezahlbares.

Erschienen in: Pahl, Hanno/Meyer, Lars (2010): Gesellschaftstheorie der Geldwirtschaft. Soziologische Beiträge. Marburg: Metropolis.

Der sichtbare Tod

Der eigene Tod lässt sich lebensweltlich nicht erfahren. Entsprechend sind Jenseitsvorstellungen Semantiken, durch die wir Transzendenz in der immanenten Welt aufbauen. Bestattungstechniken sind kulturelle Abbilder von zunehmend individualisierten Jenseitsvorstellungen.
SWISSFUTURE | 04/2008