Gesellschaft

Moral ohne Gott II

Mittels Biopolitik wird Dekulturation erstrebt: Durch Askese sollen wir am Ende leer vor dem Nichts stehen. Abgesehen davon, dass die Idee einer Dekulturation selbst Kultur ist – eine sehr protestantische übrigens –, wird so eine enge Norm konstituiert, die Individualität und kulturelle Pluralität abwertet.

SWISSFUTURE | 01/2013

Moral ohne Gott I

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Moral. Im Gegensatz zu früher ist diese Moral allerdings nicht mehr durch Religion legitimiert, sondern durch Vernunft.

NZZ Folio | 01/2013

Drei Minuten Ruhm: Karaoke

Das in den Siebzigerjahren in Japan entstandene Karaoke ist als Folge einer kulturellen Globalisierung längst zum festen Teil des Nachtlebens in westlichen Städten geworden – auch in Zürich, wo das Phänomen durch Inkulturation eine beträchtliche Vielfalt aufweist.

NZZ | 14. Februar 2012

Ethnografie und Design

Designer beschäftigen sich mit dem, was die Phänomenologie als "Alltagswelt" bezeichnet. Die Ethnografie ist eine geeignete Methode, um die verschiedenen Alltagswelten in modernen Gesellschaften zu untersuchen.

IO Management | November/Dezember 2011

Medien und Religion nach 09/11

Seit 09/11 ist von einer "Rückkehr der Religion" die Rede, was auf der eurozentrischen Annahme aufbaut, dass diese erst einmal verschwunden ist (was global nicht zutrifft). Die Religion kommt in Europa primär in die Massenmedien (und in politische Diskurse) "zurück", was diese kleine, exemplarische quantitative Medienuntersuchung nachweist.

PRÄSENTATION IM SALON ULRIKE UND ANDREAS WALKER IN BASEL | 26. JUNI 2009

Protestantischer Fundamentalismus in den USA

Seit dem frühen 20. Jahrhundert sind religiös-fundamentalistische Denkströmungen in den USA präsent. Schon ihr Ursprung in den urbanen Zentren weist auf die Tatsache hin, dass sie sich nicht einfach gegen die Moderne, sondern eher auf einer Art parallelem Sonderweg entwickelten.

NZZ | 29. September 2011

Wertewandel in der Schweiz 2030

Heutige gesellschaftliche Werte sind anders als vor 20 Jahren? Wie werden sie in 20 Jahren sein? Weil jede Beschreibung einer Zukunft kontingent ist, hat ein Forschungsteam von swissfuture vier Zukunftsszenarien entworfen, die idealtypisch mögliche Gesellschaften und ihre Werte darstellen: Ego, Balance, Clash und Bio Control. Mehr Infos und Bestellung der Studie auf: http://www.swissfuture.ch/

"Wer hat heute nicht gesündigt?"

Während die Landeskirchen immer mehr Austritte verzeichnen, ist bei afrikanischen Kirchen oftmals ein enthusiastisches Christentum anzutreffen. Erweckung, Zungenreden, Gospel, Tanz und Dämonenvertreibung gehören zu den Praktiken.

NZZ | 18. Oktober 2010

Jenseits von Preisen

Im Übergang zur Moderne kommt es zur Ausdifferenzierung von Funktionssystemen, die sich als Umwelten gegenüber stehen und die folglich zunehmender Fremdbeschreibung ausgesetzt sind. Die Religion, die im Zuge dieser Entwicklung ihr Welterklärungsmonopol an andere Systeme abdelegieren muss, verlagert sich ins Irrationale. Indem das ökonomische Paradigma universalisiert wird, entsteht Bedarf für Unbezahlbares.

Erschienen in: Pahl, Hanno/Meyer, Lars (2010): Gesellschaftstheorie der Geldwirtschaft. Soziologische Beiträge. Marburg: Metropolis.

Hoffnung und Massenmedien

Hoffnungen sind immer intentional. Sie beziehen sich auf ein bereits vorhandenes Wissen und richten sich in eine ungewisse Zukunft. Dieses Wissen stammt zu einem wesentlichen Teil aus den Massenmedien. Im folgenden Artikel werden Häufigkeit und kontexutelles Umfeld des Begriffes "Hoffnung" in zehn ausgewählten Printmedien zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2009 untersucht.

SWISSFUTURE | 01/2010