Afrika

Mit Behinderung in Angola leben

Etwa zehn Prozent der Angolaner_innen haben eine körperliche Behinderung, was u.a. auf die Tretminen zurückzuführen ist, die im langen Bürgerkrieg exzessiv eingesetzt wurden. Francis Müllers ethnografische Recherche in Angola zeigt, dass viele Menschen mit Behinderung in Luanda individualistische Werte haben und kreative Praktiken ausüben, auch wenn sie in bitterer Armut leben: In den Musekes – den Slums in Luanda – leben die Menschen mit Behinderung örtlich sehr kleinräumig, aber zugleich in einer hohen kulturellen Diversität.

Kuduro in Luanda/Angola

Der Kuduru-Tanz ist in den "Museques", den Slums Luandas, entstanden. Er wird teils von Behinderten praktiziert, Unversehrte wiederum imitieren Behinderung, die in Angola aufgrund der zahlreichen Tretminen und von Polio ein omnipräsentes Phänomen ist.

NZZ am Sonntag | 7. September 2014

Pfingstbewegungen und kulturelle Transformation

In Afrika bilden die sich ausbreitenden Pfingstreligionen Alternativen zu westlichem Liberalismus und animistischer Tradition – sind aber nicht frei vom beidem. Die Entwicklung in der rasant wachsenden Bevölkerung des Kontinents relativiert die europäische Vorstellung einer universellen Säkularisierung.

NZZ | 20. Dezember 2013

Pentecostalism as Small Life Worlds – an Intercultural Ethnographic Study

In the study "Pentecostal as Small Life Worlds – an Intercultural Ethnographic Study" two different Pentecostal groups in Switzerland are explored with the ethnosemantic approach of James Spradley. These two groups – the Ghanian "Charismatic Evangelistic Ministry" and the Swiss "International Christian Fellowship" are considered as Small Life Worlds, that produces with language and symbols an own reality.

Universidad Autonoma Metropolitana Iztapalapa, Mexico D. F. | Conferenca Magistral | September 4th 2013

Pentecostal Tsunami in Subsahara-Gesellschaften

Die Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara wird gemäss UN-Prognosen im laufenden Jahrhundert enorm wachsen. Dies wird wegen der sehr hohen Präsenz von charismatischen Pfingstgemeinden zu einer Erstarkung der Religion führen. Die europäische Vorstellung einer universellen Säkularisierung wird im Zuge dieser Entwicklung relativiert. Es werden sich neue Varianten von religiös geprägten Modernen herausbilden.

swissfuture | 03/13

"Wer hat heute nicht gesündigt?"

Während die Landeskirchen immer mehr Austritte verzeichnen, ist bei afrikanischen Kirchen oftmals ein enthusiastisches Christentum anzutreffen. Erweckung, Zungenreden, Gospel, Tanz und Dämonenvertreibung gehören zu den Praktiken.

NZZ | 18. Oktober 2010